Dienstag, 05. Mai 2026
Erlebnisberichte Struthof Exkursion
Sechs Klassen unserer Schule besuchen ehemaliges Konzentrations- und Arbeitslager
Am Freitag, den 20. März 2026, machten sich die Schülerinnen der zehnten Klassen Realschule und der neunten Klassen des Gymnasiums auf den Weg zur Gedenkstätte KZ Struthof. Schon beim Betreten des Geländes wurde eine bedrückende Stille spürbar. Während der Führung über das Gelände konnten wir viele originale Gebäude sehe, die noch aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen. Dazu gehören unter anderem die Baracken, in denen die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten. Es war erschreckend zu sehen, unter welchen Umständen die Menschen dort tatsächlich überleben mussten und wie sie dazu gezwungen waren. Besonders bedrückend war auch der Besuch des Krematoriums und der Gaskammer, das uns allen sehr nahe ging und eine traurige Stimmung auslöste.
Wir haben viel Neues gelernt, vor allem über das Leben der Gefangenen, ihre täglichen Qualen und die harte Zwangsarbeit, zu denen sie gezwungen wurden. Es war erstaunlich zu erkennen, wie systematisch das Lager aufgebaut war, mit klaren Strukturen, die den Alltag der Gefangenen kontrollierten und überwachten. Es war nicht mehr nur ein Thema in unserem Geschichtsbuch, sondern ein realer Ort mit echten Schicksalen.
Der Besuch hat viele von uns innerlich sehr bewegt und auch sehr traurig gemacht. Es war schwer zu begreifen, wie Menschen anderen so etwas antun konnten. Gleichzeitig hat uns dieser Ort zum Nachdenken angeregt, über Menschlichkeit, Verantwortung und darüber, wie wichtig es ist, die Erinnerung an diese Zeit wachzuhalten, damit sich so etwas nie wiederholt.
Zusammengefasst war der Ausflug eine bewegende Erfahrung, die uns nachdenklich gemacht hat und deutlich machte, wie wichtig es ist, sich an die Geschichte zu erinnern und aus ihr zu lernen. Es war erschreckend zu sehen, wozu Menschen fähig sind oder waren. Außerdem war es schwer zu begreifen, dass wir auf demselben Boden standen, auf dem vor weniger als hundert Jahren unvorstellbares Leid geschehen ist.
Text: Amelie Trautmann, Leonie Bender, Finja Kuhn 10R
Freitag, 20.3.2026 Hanna Piepenhagen
Heute haben wir das ehemalige KZ-Lager Natzweiler-Struthof besucht.
Bereits in den letzten Tagen sind mir einige Gedanken bezüglich unserer heutigen Exkursion durch den Kopf gegangen.
Wie wird die Atmosphäre dort sein?
Kann man einen Teil des Leids der Betroffenen aus ehemaligem Konzentrationslagen bis heute noch immer erahnen oder sogar etwas spüren, wenn wir wirklich dort sind?
Wir wird sich das verändern, was ich als Vorstellung vorher in meinem Kopf hatte?
Auch auf der Busfahrt auf dem Hinweg hat man, wenn auch nicht immer, gemerkt dass jeder seinen Gedanken, Fragen und Vorstellungen nachhängt.
Jeder hat seinen eigenen Weg, sich mit dem Thema zu beschäftigen und das ist gut und wichtig so, denn dadurch entsteht die Möglichkeit, alles besser reflektieren und verarbeiten zu können.
Dieses dunkle Kapitel dar keineswegs vergessen werden, denn, auch wenn wir nicht direkt dazu beigetragen haben, was alles Schülerinnen damals geschehen ist, ist es vor allem auch unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass so etwas in egal welcher Weise und Hinsicht nie wieder passiert.
Auf Grund und Boden des Lagers zu stehen hat noch einmal verdeutlicht, wie greifbar das Leid eigentlich noch in der Vergangenheit ist, das noch nicht so lange her ist.
Zu sehen, wie die Baracken aufgebaut waren und zu lesen, wie schlimm Menschen behandelt wurden, war wahrlich schwer sich wirklich vorstellen zu können, denn wir haben das Glück ein besseres Leben leben zu dürfen bzw. überhaupt leben zu dürfen. Denn abgesehen davon, dass sehr viele Menschen aus vielen Gründen dort ums Leben gekommen sind, kann man ihren Aufenthalt im KZ nicht als „Leben“ bezeichnen. Sie wurden gedemütigt, misshandelt und deutlich in ihrer Menschenwürde verletzt.
Ich bin sehr froh, dass wir uns das KZ Natzweiler-Struthof angesehen haben, denn es war wirklich ein prägendes Ereignis, welches uns für immer in Erinnerung bleiben wird.
20.3.2026 Anouk Schreiber
Heute war ein Tag, den ich wahrscheinlich nie wieder vergessen werde. Wir waren im ehemaligen Konzentrationslager Struthof. Schon als wir angekommen sind, lag eine seltsame Stille in der Luft. Es war nicht einfach nur ruhig, war eine bedrückende, schwere Stille, die sich sofort auf mich gelegt hat. Ich wusste, dass dieser Ort schrecklich ist, aber dort zu stehen, alles mit eigenen Augen zu sehen, hat sich ganz anders angefühlt, als nur darüber zu lesen oder zu hören.
Die Baracken, die engen Wege, der Stacheldraht, alles wirkt so kalt und unmenschlich. Die Geschichte (alles?) war und ist grausam und macht mir Angst. Ich frage mich, wie Hass so groß sein kann. Und warum haben Menschen so etwa anderen Menschen angetan.
Außerdem frage ich mich, hätte ich den Mut gehabt, etwas dagegen zu sagen? Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht, ich bin immer noch sehr geschockt. Was ich ist, dass es nie wieder passieren darf. Es gibt eine Botschaft, die ich an dieser Stelle einbringen möchte: „ Es gibt kein christliches, kein muslimisches, kein jüdisches Blut, Wir kommen alle auf dieselbe Art und Weise auf die Welt. Wir sind alle gleich.“ Alle Menschen. Margot Friedländer.
Mein Eindruck vom KZ Natzweiler-Struthof von Mathilda Kröper 9a
Ich war mit meiner Klasse im ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und dieser Besuch hat mich sehr nachdenklich gemacht. Schon als wir angekommen sind, wr die Stimmung ganz anders al bei normalen Ausflügen. Es war still und irgendwie bedrückend.
Während wir über das Gelände gegangen sind, habe ich mich immer wieder gefragt, wie Menschen so etwas tun konnten. Es ist schwer zu verstehen, dass an diesem Ort so viel Leid passiert ist. Besonders schlimm fand ich den Gedanken, dass die Häftlinge hier jeden Tag Angst hatten und nicht wussten, ob sie überleben. Was mich auch beschäftigt hat, ist, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steckt, der Familie und ein eigenes Leben hatte.
Nach der Exkursion hatte ich nochmals stärker gemerkt, wie wichtig es sit, sich an solche Orte zu erinnern. Ich finde, man sollte aus der Geschichte lernen und darauf achten,dass so etwas nie wieder passiert. Der Besuch hat mich traurig gemacht, aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, respektvoll miteinander umzugehen und gegen Ungerechtigkeit etwas zu sagen.
