Montag, 02. Februar 2026
"Wie der 6rinch Weihnachten verlor"
Inszenierung der Realschulklasse 10 im Fach Darstellendes Spiel
Anfang Januar feierte das Stück „Wie der 6rinch Weihnachten verlor“ seine Bühnenpremiere. Für die DS-Realschulklassen 10 S/T war dies eine besondere Produktion: Zum ersten Mal entstand eine Inszenierung die in Deutschland noch nie auf der Bühne zu sehen war:
Whoville sind völlig aus dem Häuschen: Dieses Jahr wird es zum ersten Mal einen Wettbewerb geben! Prämiert wird der schönste Weihnachtsbaum und alle sind mit Feuereifer dabei. Sogar der 6rinch, der ja zuvor ein richtiger Weihnachtsmuffel war, ist wild entschlossen zu gewinnen. Mit seinem Triumph, so denkt er, wird er der Beliebteste in Whoville werden und endlich dazugehören. Geblendet von seinem Ehrgeiz droht der Wettbewerb für den 6rinch zum Desaster zu werden. Doch es kommt alles anders als gedacht... Seine Freundin, die kleine Cindy Lou Who, zeigt ihm, dass wahre Gewinner kein Siegerkrönchen brauchen.
Dafür wurde nicht nur im Unterricht intensiv geprobt, sondern auch ein zusätzlicher Probentag absolviert. Die Schülerinnen arbeiteten in verschiedenen Teams, organisierten die zahlreichen Aspekte der Aufführung, bauten das Bühnenbild und gestalteten mit viel Kreativität und Liebe zum Detail Bühne, Requisiten und Kostüme.
Doch trotz aller sorgfältigen Vorbereitungen blieb das elfköpfige Ensemble von Herausforderungen nicht verschont. Bereits zur Generalprobe musste die Rolle der Cindy Lou krankheitsbedingt kurzfristig neu besetzt werden. Am Tag der Premiere fiel dann eine weitere Darstellerin aus. Kurzerhand organisierte die Gruppe das stark choreografielastige Stück neu und passte zahlreiche Szenen eigenständig an.
Als Lehrkraft war dies einer meiner stolzesten Momente: Die Schülerinnen verlangten den Schlüssel zum Probenraum, um nur wenige Stunden vor der Aufführung selbstständig eine neue Version des Stücks einzustudieren. Um 14 Uhr war es schließlich so weit: Die Kinder der Kita St. Maria besuchten eine Vorpremiere. Die Aufführung kam bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern ebenso wie bei den begleitenden Erwachsenen hervorragend an. Auf der Bühne wirkte das Ensemble, als hätte es die neue Fassung schon seit Wochen geprobt.
Doch das Schicksal hatte noch eine weitere Überraschung parat. Nur eine Stunde vor der Abendpremiere fiel auch die Hauptdarstellerin krankheitsbedingt aus. Schweren Herzens musste das Ensemble die Vorstellung absagen; weitere geplante Termine konnten zunächst nicht stattfinden. Besonders enttäuschend war dies auch für die Klasse 10, deren Catering-Angebot an diesem Abend ohne Einnahmen, aber mit reichlich übrig gebliebenem Gebäck endete.
Nach einigen Tagen voller Organisation, Improvisation und Frustration konnte das Stück schließlich in der folgenden Woche doch noch auf die Bühne gebracht werden – und zwar an einem echten Marathon-Tag. Erneut sorgten Krankheitsfälle für Veränderungen in der Besetzung, sodass die aktuellste Fassung bis wenige Minuten vor Vorstellungsbeginn geprobt wurde.
Dann folgte Aufführung auf Aufführung: zunächst für die Unterstufe, anschließend für die 8. Klassen der Realschule und schließlich für die Mitschülerinnen der Jahrgangsstufe 10. Den krönenden Abschluss bildete am Abend die Dernière vor Familie und Freunden. Tosender Applaus belohnte das Ensemble für monatelange Arbeit, großen Einsatz und bemerkenswerte Flexibilität.
Obwohl nur bei dieser letzten Vorstellung Spenden gesammelt werden konnten, kam sogar ein kleiner Überschuss für die Abschlussfeier zusammen.
Ein besonderer Dank gilt außerdem der Technik-AG, die das Ensemble während der Proben und Aufführungen mit großer Zuverlässigkeit begleitet hat und selbst in den emotionalsten und chaotischsten Momenten stets den Überblick behielt.
E.Ferrari






