Donnerstag, 21. Juli 2022

Taizé-Fahrt 2022

in einem Wort "überraschend"

Wenn man diese Reise in einem Wort beschreiben wollen würde, wäre „überraschend“ noch milde ausgedrückt. Dort ist alles anders als wir es von zu Hause kennen. Während viele Jugendliche bei uns nicht in die Kirche gehen, weil sie sie für langweilig halten, sind in Taizé fast alle zwischen 15 und 17 Jahre alt. Der Gottesdienst wird völlig anders gestaltet als in den Gemeinden zuhause. Während bei uns meistens viele Predigten gehalten werden, wird in Taizé fast ausschließlich gesungen. Dadurch, dass in vielen Sprachen gesungen wird, kann jeder mitsingen. Außerdem gehen die Gottesdienste nur zwischen 20 und 40 Minuten, dadurch verliert man auch nicht die Lust daran. Sogar das Essen war leckerer als erwartet. Es gibt zwar nur wenig Gewürze, aber es reicht. Auch Zelten hört sich im ersten Moment schlimmer an, als es wirklich ist, denn unter den Sternen zu schlafen ist unvergleichlich. Viele glauben auch, dass jeder in Taizé die Toilettenräume putzen muss, aber das stimmt nicht. Wir mussten zum Beispiel das Frühstück ausgeben und kamen dabei immer wieder mit unterschiedlichen Leuten ins Gespräch. Aber der wohl wichtigste Treffpunkt für uns Jugendliche war das Oyak, denn dort waren wir unter uns, haben gesungen, getanzt und viele neue Freundschaften geschlossen. Und auch wenn „Bibelstunde“ sich langweilig anhört, kommt man mit so vielen Menschen aus so unterschiedlichen Ländern ins Gespräch und erfährt so viel über die Nationalitäten. Abschließend kann man sagen, dass es eine unglaubliche Erfahrung war.

Text: Juliana Horn