Montag, 14. März 2022

Baumpflanzaktion der 6B im Modenbachtal

6b pflanzt Klimawald

 

Die Klasse 6b hat am Freitag, den 11.3.22 zusammen mit dem Forstamt Haardt ein Waldstück in der Nähe des Dreimärker mit Bergahorn und Eichen-Pflänzchen wieder aufgeforstet.

Die Pflanzen wurden mit Spendengeldern finanziert, die die Mädchen mit vielseitigen Aktionen erwirtschaftet haben.

 

Trockenstress und Borkenkäfer haben die Fichtenbestände, die zuvor überwiegend hier wuchsen, so stark geschädigt, dass die Fläche mit ca. 700 neuen Pflanzen neu aufgeforstet werden muss. Gesäumt von älteren, noch intakten Nadelbäumen, die als Samenbäume stehen bleiben, entsteht hier ein robuster Mischwald, der mit dem Klimawandel besser zurechtkommen wird als die monokulturell angelegten Wirtschaftswälder der Nachkriegszeit.

Die Klasse 6b hat im Erdkundeunterricht ein großes Interesse am Ökosystem Tropischer Regenwald gezeigt und war bestürzt über die Zerstörung der Regenwälder sowie auch der klimawandelbedingten Bedrohung der heimischen Wälder.

So entstand die Idee, Spenden für ein Wiederaufforstungsprojekt zu sammeln, das mit Hilfe des Revierförsters im Forstamt Haardt, Herrn Thomas Kaber, und dessen Mitarbeitern nun im Frühjahr endlich umgesetzt werden konnte. Dazu wurden Äpfel gegen Spenden in der Rhodter Theresienstraße „verschenkt“ (zur Herbstzeit ein besonders lukratives Geschäft), Kuchenverkäufe in Weinstuben organisiert usw. – dem Ideenreichtum der Mädchen waren keine Grenzen gesetzt.

So kam die sensationelle Spendensumme von 600€ zusammen, die dann zum Kauf der Pflänzchen und eines obligatorischen, neuerdings vollständig kompostierbaren Verbissschutzes eingesetzt werden konnten.

Bei recht frischen Temperaturen und teilweise leichtem Bodenfrost, aber wunderschön sonnigem Wetter konnten die Mädchen ihre Pflänzchen unter Anleitung zweier Mitarbeiter des Forstamts dann selbständig einpflanzen. Zwischendurch mussten die Hände über dem Feuer gewärmt und natürlich auch ein Picknick abgehalten werden.

Abschließend gab es noch einige Spiele zur Stärkung des Klassengemeinschaft, die im Wald besonders viel Spaß bereitet haben, wo die Mädchen sich an der frischen Luft, ohne Masken und sonstige Corona-Beschränkungen, einmal wieder ganz ungezwungen begegnen konnten.

Nun hoffen wir, dass unser Wäldchen gut anwächst und sich entwickeln kann. Das Ergebnis wird leider erst in vielen Jahren sichtbar werden, vielleicht wenn unsere Mädels dann als Omis mit den Enkelkindern zum Spaziergang in den Wald kommen… Geduld ist gefragt in diesem Gewerbe – das Schicksal auch der Forstarbeiter, die die Früchte ihrer Arbeit auch erst nach Jahrzehnten bewundern können. Aber dass Nachhaltigkeit sich nicht schon morgen auszahlt, haben unsere Schülerinnen mal schon verstanden.

Gerne kann diese Aktion Nachahmung von anderen Klassen im Rahmen des BNE- Arbeitskreises finden. Dann können die Schülerinnen sich als stolze Besitzerinnen eines klimawandelresilienten Waldes auch in Zukunft noch über dieses Stück „Heimat der deutschen Seele“ freuen.

 

S. Spendier-Ring