Über tausend Jahren Musikgeschichte erleben

Wandelkonzert 2020

Am 05. Februar um 19.30 Uhr gestaltet der Musik-Leistungskurs 12 der Landauer Gymnasien ein besonderes Konzert in der Maria-Ward-Schule, bei dem die Zuhörer Werke aus über tausend Jahren Musikgeschichte erleben.

Gewandelt wird dabei nicht nur durch die Musikepochen, sondern auch durch das Schulgebäude (Beginn Gebäude A – Eingang Vogesenstraße). Es werden sowohl Ensemblestücke als auch zahlreiche solistische Beiträge zu hören sein. Als Höhepunkt präsentieren die Schüler ihre eigenen Songs, die sie im Schuljahr komponiert haben.

Musik-LK 12_2020

Ist das Musik oder kann das weg?

Wenn man als Kind anfängt, ein Instrument zu spielen, klingt das erstmal nicht nach Musik, sondern eher nach einer Reihe undefinierbarer und manchmal schmerzhafter Geräusche. Unser jahrelanges Üben und das Studieren von über 1500 Jahren Musikgeschichte im Musik-Leistungskurs hatten eigentlich immer zum Ziel, diese in möglichst musikalische Klänge zu verwandeln. Als wir aber in der 13. Klasse anfingen, uns mit Neuer Musik zu beschäftigen, wurde unser Verständnis von „musikalisch“ grundlegend erschüttert: Wir hörten Werke von Schönberg, Berg & co…. Und das war erst der Anfang! Auf deren Zwölftonmusik folgten Cluster, Klangcollagen und Vierteltöne. Noch mehr auf die Probe gestellt wurde unser traditionell geprägtes Gehör auf unserer letzten gemeinsamen Fahrt mit unserem Kurs nach Frankfurt. Dort beschäftigten wir uns vom 6.-8. Februar im Tonstudio der Hochschule unter der Leitung von Orm Finnendahl, Professor für Komposition und selbst zeitgenössischer Komponist, mit elektronischen Klängen. Die Ergebnisse präsentierten wir eine Woche später bei der Vorstellung „Drunter und Drüber“ in der Aula der Maria-Ward-Schule.

Als wir am Mittwochabend zum ersten Mal gespannt das Studio betraten, wurden wir bereits von Orm Finnendahl und drei seiner Kompositionsstudenten erwartet. Einer von ihnen, Camilo Bornstein, hat im Rahmen seines Studiums ein Vierteltonstück komponiert, welches einige von uns bereits geübt hatten und in den folgenden Tagen unter seiner Leitung perfektionieren würden. Um einen ersten Eindruck von elektronischen Kompositionen zu gewinnen, hörten wir aber zunächst ein Acht-Kanal-Stück: Acht um den Zuhörer positionierte Lautsprecher spielen verschiedene Klänge, die ein beeindruckendes Gesamtbild ergeben. Das Stück, welches wir hörten, ist ausschließlich aus Sprachaufnahmen entstanden. Der Komponist verarbeitete diese, indem er sie segmentierte und auf verschiedene Lautsprecher verteilte, sodass ein dreidimensionales Hörerlebnis entsteht.

Weiter in die Welt der elektronischen Klänge führte uns das Stück „Flock“ von Orm Finnendahl, bei dem in einer Computersimulation das Schwarmverhalten von Tieren dargestellt und in Klänge übersetzt wird. Beim Anhören kam irgendwann die zentrale Frage auf: Ist das Musik oder kann das weg? Im Laufe unserer Arbeit an eigenen Projekten würden wir immer wieder auf diese Frage stoßen.

Am nächsten Morgen begannen wir, an diesen zu arbeiten: Zu dem Motto „Drunter und Drüber“ hatte der Grundkurs Bildende Kunst aus der MSS12 zwei Kurzfilme gedreht, die wir vertonen sollten. Für einen der beiden Filme benutzten wir ein im Studio vorhandenes Klangverarbeitungsprogramm, das live Eingespieltes durch Überlagerung und Veränderung von Geschwindigkeit und Tonhöhe verfremdet. Dafür benutzten wir mitgebrachte Instrumente und experimentierten auch mit Gesang, Sprache und diversen Geräuschen. Für uns war es sehr spannend, diese Kompositionstechnik auszuprobieren und ihre Möglichkeiten kennenzulernen – Dennoch stießen wir auch auf die Grenzen dieser Methode, da man hier sehr an das Programm gebunden ist. Die Kreativität, die Musik ausmacht, war auf den ersten Blick nicht so präsent wie beim konventionellen Komponieren. Bereits im Vorfeld hatten wir uns aber kreativ mit Neuer Musik auseinandergesetzt und selbst in Gruppenarbeit eigene Stücke für unser Konzert kreiert. Am Nachmittag nutzten wir die Chance, von einem Professor für Komposition konstruktive Kritik und damit auch neue Denkanstöße zu erhalten: Orm Finnendahl hörte sich alle unsere Stücke an und gab uns sein professionelles Feedback.

Am Abend waren wir alle sehr beeindruckt und inspiriert von den neuen Erfahrungen und voller Ideen für unsere weitere Arbeit an den Projekten, trotzdem sehnten wir uns auch ein wenig nach uns vertrauterer Musik. Zum Glück besuchten wir ein Konzert in der Alten Oper Frankfurt: Dort erwarteten uns Werke von Johannes Brahms und Béla Bartók – Selbst dessen Musik, die für einige von uns zuvor doch etwas zu modern war, erschien uns plötzlich wie erlösende Harmonien.

Nachdem wir am Ende eines musikalisch vielfältigen Tages zur Jugendherberge zurückgekehrt waren, war der letzte Abend unserer Fahrt aber noch lange nicht zu Ende. Nach einem Abstecher in eine lokale Bar ließen wir den Abend noch gemeinsam in der Jugendherberge bei Spielen, Süßigkeitenresten und (natürlich nicht-alkoholischen) Drinks ausklingen.

In unseren letzten Stunden im Studio am nächsten Vormittag gingen wir zum kreativeren Teil über: Wir unterlegten den Film mit den zuvor aufgenommenen Klängen und konnten beim Konzipieren der Vertonung unsere Vorstellungen und Ideen umsetzten. Noch kreativer sollte es bei der Vertonung des zweiten Filmes werden. Wir überlegten uns ein Konzept nach dem wir die Bilder beim Konzert improvisatorisch in Musik umsetzen könnten. Die letzten Feinschliffe wurden auch beim Stück „Aggregation und Dispersion“ von Camilo Bornstein vorgenommen.

So konnten wir gut vorbereitet und voller Vorfreude auf unser Konzert in der nächsten Woche zurück nach Hause fahren. Die Beantwortung der Frage „Ist das Musik oder kann das weg?“ fällt uns trotz allem aber noch schwer: Wir sind uns immer noch nicht ganz einig, ob das Musik ist – aber weg kann es sicher nicht.

Text: Lena Dittrich und Tabea Brummer (MSS 13)
Bilder: Sabrina Schwind (MSS 13)

Vocal Heroes 2019

Am 8. März 2019 fand an unserer Schule der schulinterne Vorentscheid des Gesangswettbewerbs „Vocal Heroes – Die Pfalz sucht die junge Stimme“ statt. Zehn mutige Schülerinnen traten auf der großen Bühne unserer Aula auf und zeigten, was sie gesanglich drauf haben. Die Maria-Ward-Schule beteiligte sich nun schon zum dritten Mal an diesem Wettbewerb für pfälzische Schulen, der alle zwei Jahre von Klaus Eichenlaub veranstaltet wird.
Besonders beeindruckend an diesem Abend war das durchweg hohe Niveau bei den Gesangsbeiträgen der Kandidatinnen. Jede einzelne war stimmlich sicher und stand mit einer erstaunlichen Bühnenpräsenz vor dem Publikum. In zwei Runden präsentierten die Teilnehmerinnen zwei selbstgewählte Songs unterschiedlichen Charakters. Bei der Begleitung wurde dieses Jahr ganz auf Playbacks verzichtet; viele verschiedene Instrumentalisten unterstützten die Sängerinnen und machten diesen Abend zu etwas ganz Besonderem. Annika Becker und Laurids Pietraß (MSS 11) führten souverän und mit viel Witz durchs Programm und bereicherten den Abend durch zwei Auftritte mit Band. Es war eine große Freude, die Gewinnerin des letzten Wettbewerbes hier wieder zu erleben. Der Abend stellte enorme Anforderungen an die Technik. Wir sind unglaublich stolz auf unsere Technik-AG, die diese Herausforderung bravourös meisterte.

Bei der hohen Qualität aller Beiträge fiel der Jury die Entscheidung schwer. Den ersten Platz erhielt Annika Schomburg (MSS 11) mit ihrer hervorragenden Interpretation der Songs „Valerie“ von Amy Winehouse und „If I Ain’t Got You“ von Alicia Keys. Sie begeisterte Jury und Publikum durch ihre Souveränität und ihre warme Stimme, die sie sehr vielfälltig einzusetzen vermag. Wir sind stolz, dass sie unsere Schule beim Finale am 18. Mai in Herxheim vertreten wird. Alexandra Fadeev (9c) beeindruckte mit ihrer großen Stimme und ihrer Bühnenpräsenz und erhielt den zweiten Preis. Der dritte ging an Benita Hoffmann (10t), die die Zuhörer mit ihrer Ballade zutiefst berührte.
Veranstalter Klaus Eichenlaub lobte das hohe Niveau unserer Sängerinnen und hätte wenn möglich gerne mehr in die Finalrunde weitergeleitet. Auch das Publikum zeigte sich von diesem abwechslungsreichen Abend sichtlich begeistert.

Text: Felix Rosskopp

Teilnehmerinnen:
Alexandra Fadeev (9c)
Benita Hoffmann (10t)
Rike Laven (8d)
Henrike Matros (7a)
Sweda Rasaiah (10a)
Clara Reis (MSS12)
Hannah Reis (7a)
Runa Sachs (7a)
Annika Schomburg (MSS11)
Lara Spielberger (9c)

Begleitung:
Ulrike Sauerhöfer, Klavier
Jürgen Sauerhöfer, Gitarre
Tabea Brummer, E-Bass (MSS13)
Lena Dittrich, Klavier (MSS13)
Nadja Dworak, E-Gitarre
Sophia Fuchs, Schlagzeug (MSS12)
Michael Hammer, Trompete
Lovisa Matros, Cello (MSS11)
Frau Matros, Klavier
Herr Matros, Gitarre
Laurids Pietraß, Klavier (MSG, MSS11)
Carolin Schwarzhaupt, Schlagzeug (MSS11)
Felix Wagner, Saxophon (MSG, MSS13)

Technik-AG:
Herr Hammer
Herr Majlath
Herr Schmalenberg
Lena Polte
Sophia Deckhut (MSS11)

Jury:
Nora Brandenburger (Externes Jurymitglied)
Annike Debus (MSS13, Schülerinnenvertreterin)
Frau Kerner
Frau Hoffmann
Herr Rosskopp

„Drunter und drüber“

„Drunter und drüber“ ging es am Freitag, den 15. Februar um 19.30 Uhr in der Aula der Maria-Ward-Schule in Landau. Der fächerübergreifend gestaltete Abend stand ganz im Zeichen moderner und experimenteller Ausdrucksformen in den künstlerischen Fächern.

Der Grundkurs Darstellendes Spiel (MSS11, Weidner) setzte Karlheinz Stockhausens Anleitungen zu intuitiver Musik aus dem Werk From the seven days szenisch um. Die Aufforderung des berühmten Komponisten, „nicht zu denken“ oder „nicht mit dem Verstand begreifen zu wollen“, um sich auf etwas ganz Neuartiges einlassen oder gar erst entstehen lassen zu können, half so manchem im Publikum, sich „Unerhörtem“ zu öffnen.

Schließlich erfordert es eine gewisse Offenheit, mit schepperndem Porzellan kombinierte Bechstein-Klänge (wenn nicht als Ohrenschmaus, so doch) als Kunstwerk akzeptieren oder gar genießen zu können. Die eigenen und sehr experimentellen, zum Teil in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kompositionsklasse Orm Finnendahl (Musikhochschule Frankfurt) entstandenen Kompositionen der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik (MSS 13, Rosskopp) spannten einen Bogen von instrumentaler Musik, über Alltagsgeräusche bis hin zu Gesang.

Einer der beiden abstrakten Stummfilme des Grundkurses Bildende Kunst (MSS 12, Sauerhöfer) wurde sogar – mal laut, mal leise – vom Publikum live „vertönt“. In einer vielfältigen Ausstellung, die während der langen Pause betrachtet werden konnte, präsentierten die Schülerinnen außerdem Zeichnungen, Collagen, Gemälde, Fotos, Plastiken und Modeentwürfe zum Thema „Drunter und drüber“.

Das Publikum würdigte alle Schüler/innen mit lang anhaltendem Applaus für diesen äußerst abwechslungsreichen Abend voller vielgestaltiger Sinneseindrücke.

Text: Frau Weidner

Weihnachtskonzert 2018

Bildergalerie des 1. Konzerts:

Bildergalerie des 2. Konzerts:

 

Folgendes Programm begeisterte am 1. & 2. Weihnachtskonzert die Zuschauer:

Weihnachtskonzert I

Sinfonisches Jugendorchester
Ouverture“ aus L’Arlésienne-Suite Nr.1“ George Bizet
 
Chor der Mws
Es ist ein Ros entsprungen Tilman Jäger
O be joyful Philip Stopford
 
Musik-Leistungskurse 11-13
Ubi caritas Maurice Duruflé
Unser lieben Frauen Traum Max Reger
Sinfonisches Jugendorchester
Homage to J.S. Bach” Jerry Brubaker
Chor der Mws
Seasons Ola Gjeilo
The Three Kings Bob Chilcott
Mary, Did You Know? Roger Emerson
 
Kammerchor
Wie lieblich sind deine Wohnungen Josef Gabriel Rheinberger
Peace I Leave With You Knut Nystedt
Only In Sleep Eriks Ešenvalds
 
Sinfonisches Jugendorchester
Carillon” aus L’Arlésienne-Suite Nr.1“ George Bizet
 
Chor der Mws und Band
Christmas Joy Roger Emerson

Weihnachtskonzert II

Vororchester
Winter“ aus den „ Vier Jahreszeiten“ Antonio Vivaldi
A Time For Us“ aus dem Musical „Romeo und Julia“ Nino Rota
I Will Follow Him“ J.W.Stole
 
Blockflöten-Ensemble
Santa Claus is coming to town Fred J. Coots
Vor langer Zeit in Bethlehem von den Bahamas
Friedlich ziehen Menschen aus Spanien
Feliz Navidad José Feliciano
 
Klasse 6b
Andante Ludwig van Beethoven
 
Chor der 5. Klassen
Hey, Nikolaus Christoph Heimbucher
Die Sterne am Himmel Hilger Schallehn
Stern über Bethlehem Alfred Hans Zoller
Jesus, come to us  
 
Band
Sunny Bobby Hebb
Ain’t no sunshine Bill Withers
Highway to christmas AC/DC
Baby it’s cold outside Frank Loesser

Mitwirkende

Band Leitung: Michael Hammer Solisten: Lena Dittrich (MSS13), Tabea Brummer (MSS13), Livia Himpel (MSS11), Lea Schumacher (MSS11), Annika Schomburg (MSS11), Annika Becker (MSS11)
Blockflöten-Ensemble Leitung: Nina Hörner Assistenz: Amelie Gerst (MSS13), Schlagzeug: Sophia Fuchs (MSS 12)
Chor der 5. Klassen Leitung + Klavier: Nina Hörner und Manuel Cordel

Chor der Mws Leitung: Manuel Cordel Klavier: Nina Hörner und Ulrike Sauerhöfer

Solisten: Mathilda Duthie (MSS13), Amelie Gerst (MSS13), Rosa Cebulj (8a), Rike Laven (8d), Alexandra Fadeev (9c), Sabrina Schwind (MSS13)

Kammerchor Leitung: Felix Rosskopp

Klavier: Robin Völbel (MSS 11 MSG) Solo: Annike Debus (MSS 13)

Klasse 6b Leitung: Agnes Hoffmann
Musik-Leistungskurse 11-13 Leitung: Reinhilde Kerner und Felix Rosskopp

Sinfonisches Jugendorchester Leitung: Agnes Hoffmann

Instrumental-Solisten: Annika Schomburg (MSS11), Franziska Roos (MSS11), Annkatrin Kuhn (MSS11)

Technik-Ag Leitung: Thomas Majlath/ Michael Hammer