„Drunter und drüber“

„Drunter und drüber“ ging es am Freitag, den 15. Februar um 19.30 Uhr in der Aula der Maria-Ward-Schule in Landau. Der fächerübergreifend gestaltete Abend stand ganz im Zeichen moderner und experimenteller Ausdrucksformen in den künstlerischen Fächern.

Der Grundkurs Darstellendes Spiel (MSS11, Weidner) setzte Karlheinz Stockhausens Anleitungen zu intuitiver Musik aus dem Werk From the seven days szenisch um. Die Aufforderung des berühmten Komponisten, „nicht zu denken“ oder „nicht mit dem Verstand begreifen zu wollen“, um sich auf etwas ganz Neuartiges einlassen oder gar erst entstehen lassen zu können, half so manchem im Publikum, sich „Unerhörtem“ zu öffnen.

Schließlich erfordert es eine gewisse Offenheit, mit schepperndem Porzellan kombinierte Bechstein-Klänge (wenn nicht als Ohrenschmaus, so doch) als Kunstwerk akzeptieren oder gar genießen zu können. Die eigenen und sehr experimentellen, zum Teil in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kompositionsklasse Orm Finnendahl (Musikhochschule Frankfurt) entstandenen Kompositionen der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik (MSS 13, Rosskopp) spannten einen Bogen von instrumentaler Musik, über Alltagsgeräusche bis hin zu Gesang.

Einer der beiden abstrakten Stummfilme des Grundkurses Bildende Kunst (MSS 12, Sauerhöfer) wurde sogar – mal laut, mal leise – vom Publikum live „vertönt“. In einer vielfältigen Ausstellung, die während der langen Pause betrachtet werden konnte, präsentierten die Schülerinnen außerdem Zeichnungen, Collagen, Gemälde, Fotos, Plastiken und Modeentwürfe zum Thema „Drunter und drüber“.

Das Publikum würdigte alle Schüler/innen mit lang anhaltendem Applaus für diesen äußerst abwechslungsreichen Abend voller vielgestaltiger Sinneseindrücke.

Text: Frau Weidner